Originaltext:
Nim frische ele. ziuch in abe die hut. und snit abe daz haubt. laz sie gar sieden und tu her uz die grete. stoz krut eyer und schœne brot. und mit dem ale hacke salbey. dar zu fülle die hut und brat in. und wüge daz haubt zu dem ale. cleide mit eime dünnen teyge und ein blat von eyern. und mach in druf. rœst in und gib in hin.

Übersetzung ins Hochdeutsche:
Man nimmt frische Aale und zieht ihnen die Haut ab. Dann schneidet man den Kopf ab und kocht sie vollständig, anschließend entfernt man die Gräten. Danach stößt man Kräuter, Eier und gutes Brot zusammen und hackt es mit dem Aal sowie etwas Salbei.

Mit dieser Masse füllt man die Haut wieder und brät den Aal. Den Kopf legt man zum Aal dazu. Alles wird mit einem dünnen Teig und einer Eierschicht überzogen und darauf weitergebraten. Zum Schluss richtet man das Gericht an und serviert es.

Moderne Fassung

Zutaten

  • 2 frische Aale
  • 1 Bund Salbei
  • 2 Eier
  • 2 Scheiben Weißbrot
  • etwas Salz
  • etwas Teig, z. B. Pasteten- oder Brotteig

Zubereitung

Die Haut der Aale vorsichtig abziehen und die Köpfe abtrennen.

Die Aale gar kochen und sorgfältig entgräten.

Das Fischfleisch zusammen mit Salbei, Eiern und dem fein zerbröselten Brot fein hacken oder pürieren.

Die Masse leicht salzen und zurück in die Aalhäute füllen.

Die Köpfe wieder ansetzen.

Die gefüllten Aale mit dünnem Teig und einem Eierüberzug umhüllen.

Im Ofen oder auf dem Rost goldbraun rösten.

Warm servieren.